Es wird viele geben, die über das schreiben was an diesem 24.07.2010 in Duisburg passiert ist. Ich war glücklicherweise nicht dabei, also will ich nicht weiter darauf eingehen. Es war der Tag, an dem friedliche Leute ihr Leben verloren, der Tag an dem die Loveparade starb.
Dabei mochte ich den Gedanken der Parade, friedlich miteinander zu tanzen, sehr genial und das trotz des immer wieder weichgespülten Motto “Konsum ist nicht bad”.
Solange die Parade immer in Berlin war, trafen wir uns immer bei meinem guten Kumpel Hardy. Der Platz seines damaligen Wohnplatzes bebte unter der Bassline der Sonne, denn das Wetter war meist wie vorbestellt.
Die beste Erinnerung habe ich an die 1997 Parade, wobei mir das Set von Mark Spoon am Besten gefallen. Trotz seiner markanten Erscheinung und der vielen Tatoos spiegelt sich in seinem Gesicht sehr viel von der Fastzination des Augenblicks, als er über die Massen schaut und die Arme hebt.
Wir kürten sein Set zum Besten und klopften die dünnen Hälse der Corona Flaschen zusammen. Ich hatte nie das Bedürfniss selbst hinzufahren, mir reichten die Nächte in irgendwelchen aufgeheizten Kellern mit dem kalten Groove der staubigen 135 bpm Platten, die meisten von 55kg Djs auf die SL1210 gehieft wurden.
Die Neunziger waren in meiner Erinnerung musikalisch, politisch und mental wie ein hochgezüchtetes Auto mit zu kleinem Tank, bei dem man sich wunderte, das er kurz vor Erreichen des Ziels einfach ausging. Die Fahrt war trotzdem ein immer bleibenes Ergebnis und doch ist die friedlliche Party trotz aller Blumen, Farben, und gemeinschaflichen Heartbeart zum Schluss für viele zum Alptraum geworden. Nach dem Rausnehmen des Beats sollte Stille herrschen, nicht das Schluchsen von Eltern und Angehörigen, die vor kalten Steinen stehen. Ich glaube es wäre eine Geste, wenn ein paar der DJs, die auf der Parade aufgelegt haben, eine CD herausbringen, auf deren Rückseite nicht die Tracks sondern die Namen der Opfer stehen. Der Erlös sollte den Opfern wenigstens finanziell helfen.
Bye Sonntag











