Home Blog erstellt am: : 11/10/08 Zuletzt aktualisiert : 17/10/11 20:05 / 104 veröffentlichte Einträge

Der Nachtzug  Verfasst: Mittwoch, den 20. Oktober 2010 23:00

Heute habe ich auch mal ein Video hochgeladen, hier haben wir  einen Schnipsel den ich noch in meinem Videoarchiv gefunden habe.

Irgendwie wollte ich die Woche anders verbringen, einen guten Freund besuchen, den Urlaub auswerten und einen Kaffee trinken. Nun muss ich meine alte Werkstatt räumen. Die vergangenen Abende habe ich immer nur mein Auto vollgepackt und habe abgefahren. Morgen ist der finale Tag alles einzuladen,am Freitag ist Schlüsselübergabe.

Der Temperatursturz von fast 25 Graf macht mir ganz schön zu schaffen, der Lichtmangel ist auch richtig ätzend. Was so ein bisschen Meer und Sonne doch aus einem machen können. Ich bin echt froh, wenn endlich das Wochenende da ist. Irgendwie ist das Jahr ja sowieso vorbei, jetzt kommen wieder die beiden dunklen Monate.     bye Mittwoch

 

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zurück aus dem Sommer  Verfasst: Sonntag, den 17. Oktober 2010 21:59

Blog von mrhyde :schreiben ist wie lieben lieben ist Leben schreiben ist Sauerstoff, zurück aus dem Sommer

Nun bin ich wieder zurück nach sechzehn Tagen Türkische Ägäis, dreißig Grad im Schatten und reichlich Trubel, sitze ich endlich wieder auf der Couch.
Ich habe noch nie Cluburlaub gemacht, all in war immer das was andere machen und über die Armbänder habe ich immer nur gelächelt.
Aber egal nach 20 Jahren Kapitalismus, Minimalisten-Urlaub im eigenen Land und Exoten Urlaub überall, wo man in maximal drei Flugstunden sein kann, enge Stahlröhren sind mir ein Graus, habe ich mir gesagt, man muss alles einmal ausprobieren.
Also Türkei, aller schlechten Propaganda derzeit zum Trotz, habe ich den Urlaubrezensionen vertraut.
Die ersten Tage war unentwegt damit beschäftigt, mich in der großen Anlage zu verirren. Überall wimmelte es von Menschen, die beschlossen hatten, nur noch in Badeklamotten den Dingen seinen Lauf zu lassen und die Wege zwischen den Bars und den Pools platt zutreten. Das introvertierte Es in mir hasst Menschenansammlungen, besonders bei Mahlzeiten.
Am Strand konnte ich mit Hilfe meines vollgefüllten Ipods wenigsten akustisch abtauchen. Am schlimmsten fand ich die Hellhörigkeit des Hotelzimmer im Bungalow Stil, die Eifrigkeit des Zimmermädchens, das immer dann klopfte, wenn zahllose Wiedereinschlafversuche am frühen Morgen endlich wieder geglückt waren. Ich hasse Umsechuhrfrühaufsteher, besonders wenn sie extrem laut sind.
Aber am liebsten waren mir die Animationsgruppe aus Frankreich, die von sich selbst gelangweilte große Schlanke mit Zahnspange, der kleine aufgeregte schwarze Pflasterträger und der 260% extrovertierte Möchte-gern-DJ. In den ersten Tag fand ich die französische Moderation ihrer Animation noch ganz interessant, schließlich klingt französisch im allgemeinen so kultiviert. Nach dem vierten Tag fiel auch das mir unheimlich auf die Nerven, ich sehnte mich nach ein wenig englisch nur um wenigstens ein paar Brocken zu verstehen.
Ich hatte drei Bücher dabei, das Sarrazin-Buch, Deutschland 2.0 - die vorläufige Bilanz der Einheit und Tiefe Wunden. Das Sarrazin-Buch las ich in den ersten vier Tagen, danach die Bilanz und abschließend glücklicherweise den Krimi. Das Sarrazin Buch hätte ich nach einem Tag fast hinter die Couch des Hotelzimmers geworfen, nicht weil ich zu der Fraktion der extrem Gutmenschen gehöre, eher weil ich ein gutes Sachbuch schätze. Ich überlege immer noch darüber eine Rezension darüber zu schreiben, weil mich einige Seiten extrem genervt haben. Von Deutschland 2.0 war ich ebenfalls enttäuscht, aber weniger als beim ersten Buch. Glücklicherweise machte mich dann das Buch von Nele Neuhaus glücklich, es war nicht zu kompliziert und doch so spannend geschrieben war, dass ich die drei Frauen aus dem Ruhrpott, die auf den drei Liegen vor mir lagen, völlig vergessen konnte. Bei ihrer Art Smalltalk habe ich mir gewünscht, sie hätten sich in der Landessprache unterhalten.
M. übersah die ganze Zeit meine schlechte Laune, wahre Liebe sag ich doch und sie wünschte sich eine Urlaubsbekanntschaft. Einmal einen Wunsch geäußert und er wurde dann auf unserem ersten Ausflug prompt erfüllt. Bernd und Christine aus Berlin, beide hatten keine 3 in der Altersangabe. Während ich mich noch mit meinen Rückenschmerzen selbst bedauerte, erzählte mir Bernd, das er schon mehrere Jahre an Leukämie leidet und schon eine Knochenmarkstransplantation hinter sich hatte. In diesem Augenblick habe ich mich für mein Selbstmitleid geschämt. Ich habe die Krankheit mit dem großen K schon in meiner eigenen Familie erlebt und seither habe ich für Menschen, die daran erkrankt sind, statt Mitleid und Berührungsängste immer sehr viel Bewunderung.
Wir liefen uns immer mal wieder über den Weg, tranken mal ein Bier zusammen, noch besser Tee, den ich ständig aus diesen kleinen Glastassen trank.
Ich fand die Türkei, die Landschaft, die Menschen recht interessant, Cluburlaub werde ich wohl nicht mehr machen.
Alles hinterlässt in meiner Erinnerung nur noch ein Gefühl, es war ein letzter Abstecher in den Sommer.

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geflüsterte Beats  Verfasst: Sonntag, den 25. Juli 2010 20:10

Es wird viele geben, die über das schreiben was an diesem 24.07.2010 in Duisburg passiert ist. Ich war glücklicherweise nicht dabei, also will ich nicht weiter darauf eingehen. Es war der Tag, an dem friedliche Leute ihr Leben verloren, der Tag an dem die Loveparade starb.

Dabei mochte ich den Gedanken der Parade, friedlich miteinander zu tanzen, sehr genial und das trotz des immer wieder weichgespülten Motto “Konsum ist nicht bad”.

Solange die Parade immer in Berlin war, trafen wir uns immer bei meinem guten Kumpel Hardy. Der Platz seines damaligen Wohnplatzes bebte unter der Bassline der Sonne, denn das Wetter war meist wie vorbestellt.

Die beste Erinnerung habe ich an die 1997 Parade, wobei mir das Set von Mark Spoon am Besten gefallen. Trotz seiner markanten Erscheinung und der vielen Tatoos spiegelt sich in seinem Gesicht sehr viel von der Fastzination des Augenblicks, als er über die Massen schaut und die Arme hebt.

Wir kürten sein Set zum Besten und klopften die dünnen Hälse der Corona Flaschen zusammen. Ich hatte nie das Bedürfniss selbst hinzufahren, mir reichten die Nächte in irgendwelchen aufgeheizten Kellern mit dem kalten Groove der staubigen 135 bpm  Platten, die meisten von 55kg Djs auf die SL1210 gehieft wurden.

Die Neunziger waren in meiner Erinnerung musikalisch, politisch und mental wie ein hochgezüchtetes Auto mit zu kleinem Tank, bei dem man sich wunderte, das er kurz vor Erreichen des Ziels einfach ausging. Die Fahrt war trotzdem ein immer bleibenes Ergebnis und doch ist die friedlliche Party trotz aller Blumen, Farben, und gemeinschaflichen Heartbeart zum Schluss für viele zum Alptraum geworden. Nach dem Rausnehmen des Beats sollte Stille herrschen, nicht das Schluchsen von Eltern und Angehörigen, die vor kalten Steinen stehen. Ich glaube es wäre eine Geste, wenn ein paar der DJs, die auf der Parade aufgelegt haben, eine CD herausbringen, auf deren Rückseite nicht die Tracks sondern die Namen der Opfer stehen. Der Erlös sollte den Opfern wenigstens finanziell helfen.


Bye Sonntag

 

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grüne Lautsprecher  Verfasst: Samstag, den 24. Juli 2010 22:49

Laue Sommernächte haben den Vorteil, das scheinbar alles von einem abfällt. Der Tag, mag er noch so stressig und heiss gewesen zu sein, rückt nach einer frischen Dusche und einem guten Abendessen einfach so in den Hintergrund. Im Hintergrund surrt trotzdem noch der Ventilator, aber die Gedanken schwenken weit nach draußen. Der Lottoschein liegt im Müll, es wird wohl wieder nichts mit der Wassergrundstück, dank wochenlanger Physio sind die Rückenschmerzen weg und ich sitze gemütlich vor dem PC.Nach längerer Zeit habe ich wieder angefangen Bücher zu lesen. Ich weiss auch nicht warum das in den letzten Monaten zu kurz gekommen ist, aber Zeitmangel kann es nicht gewesen sein. Seitdem sich Radio Silvermoon in Luft aufgelöst hat und ich mir geschworen habe, mich vielleicht noch einmal hinter ein Mikrofon, keinesfalls aber vor eine Kamera zu setzen, habe ich eine Menge Freizeit. Ein guter Freund hat bemerkt, das ich während meines Moderatorenjobs bei Radio Silvermoon doch eher in einer Zwischenwelt befunden habe. Es ist eine eigenartige Szene, so richtig was zu holen gibt es ja nicht, im Gegenteil ständig Musik und Technik nach kaufen, haut ganz schön in die Kasse.Die ganze Ausrüstung jetzt so verwaist da stehen zu sehen, macht mich irgendwie traurig. Besonders die Sendungen mit meinem alten Kumpel Hardy haben mir immer sehr viel Spaß gemacht. Ein paar Ausschnitte habe ich auf Youtube hochgeladen.Seid mehr als einer Woche bin ich im Besitz der DVD s von Prison Break, fast schon eine Art Fieber.

Gerade ist alles gut.
Ich genieße den Zustand.

Bye Samstag

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abgekühlte Wege  Verfasst: Sonntag, den 18. Juli 2010 22:46

Die Hitze hat nachgelassen, endlich ein Wochenende, an dem man nicht permanent schwitzt.
So  kann man sich Freizeit und den Sommer gefallen lassen, lockere 27 Grad und jederzeit kalte Getränke.
Die Zeit schmilzt trotzdem dahin, wie ein Eiswürfel auf dem Verandaboden. Noch 10 Wochen bis zum Urlaub, hoffentlich so etwas wie Sommerverlängerung.
Der Himmel ist rot gefärbt, die Temperaturen annehmbar und das Bohrloch ist verschlossen. Langsam ist es auch kein Top Thema mehr, da strömen an einer der empfindlichsten Ströme dieser Erde  Millionen Liter Öl ins Meer  und es ist bald kein Top Thema. Zunächst hat es die ölhungrige Nation
getroffen, aber heute ist alles global.
Momentan kriege ich laufend Botschaften von ehemaligen Schulkameraden,  die unbedingt ein Klassentreffen  möchten. Es wäre nach 25 Jahren das erste  dieser Art und ich finde den Gedanken eher komisch. Ich werde mich sicher nicht für irgendwelche Organisationsgeschichten  zur Verfügung stellen, sollte ich  nicht gerade im Urlaub sein, werde ich sicher hingehen.
In meiner Erinnerung ging ich jeden Tag diesen Weg an diesen Geschäften vorbei  und dann schmissen wir immer unsere Taschen an diese Riesenkastanie. Ich weiß nicht, ob ich Erinnerungen dieser Art wieder reaktivieren muss und wenn es nur für einen Abend ist.
bye Sonntag

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